Entzündungshemmer Pferd

Entzündungshemmer Pferd

March 19, 2025

Natürliche und pflanzliche Unterstützung für die Gesundheit 

Entzündungen sind ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers, können aber für Pferde schmerzhaft und belastend sein. Ob bei akuten Verletzungen, Gelenkproblemen oder chronischen Erkrankungen - Entzündungshemmer spielen bei Pferden eine wichtige Rolle, um die Beschwerden zu lindern und die Heilung zu fördern. Doch nicht immer sind verschreibungspflichtige Medikamente nötig. In diesem Ratgeber erfährst du, welche natürlichen und pflanzlichen Entzündungshemmer es für Pferde gibt, wie sie wirken und worauf du bei der Fütterung achten solltest. 

Was sind Entzündungshemmer für Pferde und wann sind sie sinnvoll? 

Entzündungshemmer sind Substanzen, die helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren oder zu kontrollieren. Sie werden eingesetzt, wenn der Körper auf Reize wie Verletzungen, Infektionen oder chronische Erkrankungen übermäßig reagiert. Entzündungen sind eigentlich ein natürlicher Abwehrmechanismus des Immunsystems, aber wenn sie zu stark sind oder zu lange andauern, können sie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und langfristige Schäden verursachen.  

Für Pferde können Entzündungshemmer in verschiedenen Situationen sinnvoll sein, z. B. bei: 

1. Akute Verletzungen 

Pferde sind aktive Tiere, die sich beim Training, auf der Weide oder im Stall leicht verletzen können. Ob Prellungen, Zerrungen oder Schwellungen nach einem Sturz - ein entzündungshemmendes Mittel kann helfen, die Heilung zu beschleunigen und die Schmerzen zu lindern. 

2. Gelenk- und Sehnenprobleme 

Vor allem ältere Pferde oder Sportpferde leiden häufig an entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthrose, Spat oder Hufrehe. Auch Sehnenentzündungen, die oft durch Überbeanspruchung entstehen, sind keine Seltenheit. In solchen Fällen können Entzündungshemmer helfen, die Beschwerden zu lindern und das Pferd wieder beweglicher zu machen. 

3. Muskelentzündungen und Verspannungen 

Harte Trainingsbelastungen, falsche Haltung oder Stress können Muskelentzündungen und Verspannungen auslösen. Ein entzündungshemmendes Ergänzungsfuttermittel kann helfen, die Muskulatur zu entspannen und den Heilungsprozess zu unterstützen. 

4. Magen-Darm-Beschwerden 

Entzündungen im Verdauungstrakt wie Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) oder Darmentzündungen können durch Stress, falsche Fütterung oder Krankheiten entstehen. Bestimmte natürliche Entzündungshemmer wie Leinöl oder Kamille können hier beruhigend wirken und die Magen-Darm-Gesundheit unterstützen.  

5. Infektionen und allergische Reaktionen 

Auch bakterielle oder virale Infektionen sowie Allergien können Entzündungsreaktionen im Körper auslösen. In solchen Fällen können entzündungshemmende Kräuter oder Ergänzungsfuttermittel helfen, die körpereigene Abwehr zu unterstützen.  

Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?  

Nicht jede Entzündung muss sofort behandelt werden - manchmal ist es wichtig, dem Körper Zeit zur Selbstheilung zu geben. Bei starken Schwellungen, Lahmheit, anhaltenden Schmerzen oder Fieber sollte jedoch unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden. In manchen Fällen reichen rezeptfreie, pflanzliche Entzündungshemmer aus, in anderen Fällen kann eine gezielte Behandlung mit Medikamenten notwendig sein.  

Eine frühzeitige Behandlung mit natürlichen oder pflanzlichen Entzündungshemmern kann oft verhindern, dass aus leichten Beschwerden chronische Probleme werden. Deshalb ist es wichtig, das Pferd gut zu beobachten und bei den ersten Anzeichen einer Entzündung schnell zu reagieren. 

Natürliche und pflanzliche Entzündungshemmer für Pferde

Viele Pferdebesitzer bevorzugen eine natürliche Unterstützung zur Vorbeugung oder Behandlung von Entzündungen. Pflanzliche Entzündungshemmer wirken oft schonender als chemische Schmerzmittel und können langfristig ohne größere Nebenwirkungen gefüttert werden.  

1. Kurkuma - Die natürliche Wunderwaffe  

Kurkuma enthält Curcumin, das eine stark entzündungshemmende Wirkung hat. Es kann helfen, Gelenkentzündungen zu lindern und den gesamten Stoffwechsel zu unterstützen. Besonders in Kombination mit schwarzem Pfeffer oder Öl wird die Wirkung verstärkt. 

Empfohlene Dosierung:  

  • 10-20 g täglich, je nach Körpergewicht des Pferdes  
  • Am besten mit etwas Öl unter das Futter mischen  

2. Teufelskralle - Unterstützung für Gelenke und Sehnen  

Die Teufelskralle ist ein bewährtes pflanzliches Schmerzmittel für Pferde. Sie wird häufig bei Arthrose und anderen Gelenkbeschwerden eingesetzt.  

Wichtig: Teufelskralle steht auf der Dopingliste und sollte vor Turnieren abgesetzt werden.  

Empfohlene Dosierung:  

  • 10-15 g täglich über das Futter geben 

3. Ingwer - Natürlicher Entzündungshemmer für Pferde  

Ingwer wirkt ähnlich wie Schmerzmittel und kann helfen, Entzündungen zu reduzieren. Ingwer sollte jedoch langsam zugefüttert werden, da es bei empfindlichen Pferden Magenprobleme verursachen kann.  

Empfohlene Dosierung:  

  • 5-10 g pro Tag  
  • Am besten frisch gerieben oder als Pulver unter das Futter mischen 

4. Weidenrinde - die natürliche Alternative zu Schmerzmitteln  

Weidenrinde enthält Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird - ein natürlicher Wirkstoff, der in ähnlicher Form auch in Aspirin vorkommt.  

Empfohlene Dosierung:  

  • 10-20 g täglich  
  • Nicht geeignet für Pferde mit Magenproblemen  

5. Omega-3-Fettsäuren - Entzündungshemmend von innen  

Omega-3-Fettsäuren, die in Leinöl oder Lachsöl enthalten sind, wirken entzündungshemmend und unterstützen die Gesundheit von Gelenken und Muskeln. Sie eignen sich besonders zur langfristigen Vorbeugung von Entzündungen.  

Empfohlene Dosierung:  

  • täglich 30-50 ml unter das Futter mischen. 

Was du bei der Fütterung von Entzündungshemmer beachten solltest 

Damit dein Pferd optimal von entzündungshemmenden Substanzen profitiert, solltest du einige Punkte beachten:  

  • Langsame Gewöhnung: Besonders bei Kräutern wie Ingwer oder Teufelskralle sollte die Dosierung langsam gesteigert werden.  
  • Richtige Kombination: Manche Pflanzen verstärken sich gegenseitig, während andere die Aufnahme hemmen können. Kurkuma wirkt zum Beispiel besser in Kombination mit Öl.  
  • Regelmäßige Kontrolle: Wenn dein Pferd über einen längeren Zeitraum natürliche Entzündungshemmer bekommt, kann es sinnvoll sein, regelmäßig ein Blutbild machen zu lassen, um sicherzugehen, dass es keine negativen Auswirkungen gibt.  
  • Nicht bei jeder Entzündung notwendig: Entzündungen sind eine natürliche Reaktion des Körpers. Nicht jede kleine Schwellung oder Lahmheit muss sofort behandelt werden.  
  • Rücksprache mit dem Tierarzt: Wenn dein Pferd bereits Medikamente bekommt oder chronische Beschwerden hat, solltest du immer mit deinem Tierarzt Rücksprache halten, bevor du natürliche Ergänzungsfuttermittel verabreichst. 

Fazit 

Ob pflanzlich oder als Ergänzungsfuttermittel - natürliche Entzündungshemmer für Pferde können eine sinnvolle Alternative zu Medikamenten sein. Sie helfen, Entzündungen zu lindern, Schmerzen zu reduzieren und die Regeneration zu unterstützen. Wichtig ist, die richtige Dosierung zu finden und auf die individuellen Bedürfnisse deines Pferdes einzugehen.  

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